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Gabriele Berger :
und

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Pöggstall, 2017
Hauptplatz 1, 3650 Pöggstall

Information

Im April 2017 wurde in Pöggstall die Landesausstellung "Alles, was Recht ist" eröffnet. Im feinfühlig wie aufwendig restaurierten Schloss Pöggstall wird der Geschichte der Rechtsprechung sowie dem gemeinsamen Gestalten des Zusammenlebens der Menschen nachgegangen. Auf dem Weg zum Schloss passieren die Besucher_innen die neu aufgestellte Granitinstallation "UND" der Bildhauerin Gabriele Berger.

"Ein Stein, ein Teil des Berges, der Teil von Landschaft, die Teil von Welt, die Teil von Universum, wird geteilt. Die geteilten Teile in Teile geteilt, die geteilt werden. Geteilt ist gleich gesamt. Innen und Außen treffen sich im Nichts, das alles ist."
(Gabriele Berger)

STEIN · begreifbare Unendlichkeit ·

UND · begreifbare Unendlichkeit ·

· und · STEIN und UND · und ·

Unzeitlichkeit gibt es nicht und Umräumlichkeit gibt es nicht. Raum und Zeit sind von Menschen gedacht:

Orientierung, System, Ordnung in der Welt, die uns umgibt, die wir Natur nennen:

Zur Welt gekommen, zur Sprache gekommen. 

(Gabriele Berger)

Im April 2017 wurde in Pöggstall die Landesausstellung "Alles, was Recht ist" eröffnet. Im feinfühlig wie aufwendig restaurierten Schloss Pöggstall wird der Geschichte der Rechtsprechung sowie dem gemeinsamen Gestalten des Zusammenlebens der Menschen nachgegangen. Auf dem Weg zum Schloss passieren die Besucher_innen die neu aufgestellte Granitinstallation "UND" der Bildhauerin Gabriele Berger. Drei bis zu über zwei Meter hohe Granitobjekte stehen entlang des Fußweges zum Kanonenrondell. Für die meisten Betrachter_innen erschließt sich erst mit dem zweiten Blick, dass die Steine "lesbar" sind und in ihrer Abfolge das Wort "UND" ergeben. Einmal tritt der Stein als "N" klar erkennbar in den Vordergrund, einmal fasst der Stein die Landschaft ein und lässt in der Rundung ein „D“ nur vermuten. Stein und Landschaft, Form und Kontur wechseln sich ab bzw. gehen ineinander über. Die Bildhauerin Gabriele Berger bezeichnet mit dem Wort "UND" klar den Grundstein unseres Zusammenlebens, macht diesen aber auch visuell erfahrbar – nicht nur das Zusammenspiel und die Wechselwirkung von Kunst und Raum, sondern auch von Natur, Landschaft und Menschen. Der Stein als zentrales Material der künstlerischen Auseinandersetzung von Gabriele Berger muss dabei immer in Verbindung mit dem Bearbeitungsprozess gesehen werden.

"Unzeitlichkeit gibt es nicht, und Unräumlichkeit gibt es nicht. Raum und Zeit sind von Menschen gedacht: Orientierung, System, Ordnung in der Welt, die uns umgibt, die wir Natur nennen: zur Welt gekommen, zur Sprache gekommen." (Gabriele Berger)