Eröffnung: Christian Kosmas Mayer, Formationen, Museum Horn
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Herzliche Einladung zur Eröffnung
Christian Kosmas Mayer, Formationen
Freitag, 26. Juni 2026, 15.00 Uhr
Museum Horn, Wiener Straße 4, 3580 Horn
Es sprechen
Gerhard Lentschig, Bürgermeister Stadtgemeinde Horn
Gilbert Zinsler, Museumsverein in Horn
Fiona Liewehr, Kuratorin, künstlerische Direktorin, fjk3-Raum für zeitgenössische Kunst
Franz Linsbauer, Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Shuttlebus zur Eröffnung ab 15 Teilnehmenden von Wien nach Horn, ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 13.00 Uhr, Rückfahrt:17.00 Uhr. Um Anmeldung für den Shuttle bus wird bis Mittwoch, 24. Juni 2026 unter: koernoe@noel.gv.at gebeten.
Das Museum Horn ist im besten Sinn eine historische »Fundgrube«: Es beherbergt eine der größten UrgeschichteAusstellungen in Niederösterreich. In der sogenannten Maderhalle sind 7.500 Jahre Landwirtschaftsgeschichte zu erleben und im angeschlossenen ehemaligen Bürgerspital finden sich Ausstellungenzur Stadtgeschichte, das Antikenkabinett, eine Mineralienausstellung sowie ein Lapidarium. Das Museum wurde 1930 von Josef Höbarth gegründet. Seit1973 ist es mit seinen urgeschichtlichen, historischen und volkskundlichen Sammlungen im zweigeschoßigen Gebäude des alten Bürgerspitals untergebracht. Dauerhaft zu sehen ist auch eine Dokumentation zum Räuberhauptmann Johann Georg Grasel im Stadtturm. Der Eingangsbereich des Museums, architektonisches Bindeglied zwischen den Sammlungsgebieten, wurde Mitte der 90er Jahre von Lindner Architektur neu gestaltet. In die Position der ehemaligen Stadtmauer wurde eine markante Sichtbetonmauer gesetzt, auf der dreizehn Konsolen zur Bespielung angebracht wurden, die bis heute jedoch keine stringente Verwendung fanden. Aus diesem Grund trat das Museum mit dem Museumsverein an KOERNOE mit der Initiative heran, die Konsolen durch ein künstlerisches Projekt zu bespielen, um das breite Sammlungsspektrum bereits im Außenraum wahrnehmbar werden zu lassen.
Christian Kosmas Mayer, der sich in seiner künstlerischen Praxis viel mit historischen und zeitgeschichtlichen Recherchen beschäftigt, aber auch zu kulturgeschichtlichen Zusammenhängen und deren Neubewertungen arbeitet, wurde im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs mit der Umsetzung seines Konzeptes betraut. Mayers Ansatz beruht auf der Idee der essenziellen Verbundenheit der unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Ebenen, die die Sammlungen des Museums umfassen. Ausgangspunkt ist das bekannteste Sammlungsobjekt des Hauses, die Venus von Eggendorf – eine aus Ton gebrannte jungsteinzeitliche Frauenfigur der LengyelKultur (ca. 4900–4300 v. Chr.). Gemeinsam mit dem Museum wurden neben der Venus dreizehn weitere Objekte aus den verschiedenen Sammlungsbereichen ausgewählt und mittels 3DScan digitalisiert. Aus diesen digitalen Modellen entwickelte Mayer neue Assemblagen, in denen sich die Venus jeweils mit einem weiteren Objekt zu einer eigenständigen Hybridfigur verbindet. In einem aufwändigen Prozess wurden die ca. 60 cm großen Figuren mithilfe einer CNCFräse aus Stämmen der Zirbelkiefer herausgearbeitet und danach von Hand wei terbearbeitet und verfeinert.
In den kommenden Jahren werden diese auf den Konsolen der Eingangswand des Museums installiert sein und die Themen der Sammlung bereits im Außenraum sichtbar machen. Der Künstler ging sowohl in der Auswahl als auch in der Zusammenstellung der Objekte mit großem Respekt gegenüber deren jeweiliger Geschichte und Bedeutung vor. Durch den künstlerischen Prozess entfaltet sich auf der Wandfläche ein skulpturaler Bildraum, in dem Fragen von Interpretation und Deutung jahrhunderte bis jahrtausendealter Gegenstände neu ver handelt werden können. Auf spielerische Weise öffnen sich dabei Raum und Zeitfenster, die unterschiedliche Ebenen der Sammlung miteinander in Beziehung setzen.
Die Entscheidung, Holz für die Ausarbeitung zu verwenden, begründet Mayer mit dessen tiefer historischer Ver ankerung: »Holz durchzieht die Themen des Museums – von urgeschichtlichen Nutzungen über landwirtschaftliches Gerät bis hin zu handwerklicher und städtischer Baukultur. Jahresringe, Maserung und die stillen Spuren der Fräse erzählen von Wachstum, Werkzeug und Technik. Das Material verbindet Handwerk und Gegenwart, Region und Sammlung. So entsteht ein Ensemble, das sich sensibel an den Ort fügt und seine Geschichtlichkeit offen zeigt.«
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation gemacht werden.
Programmänderungen vorbehalten.

