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Eröffnung: EINE FRAGE DER PERSPEKTIVE

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Veranstaltung
zweintopf, Das kleine Zaunstück, 2024
© Joanna Pianka
Natalie Deewan, Gleichzeituhr, 2024
© Joanna Pianka
Markus Hiesleitner, Steppenroller, 2024
© Joanna Pianka
Nataša Sienčnik, Fabrik für internationale Utopien, 2024
© Nataša Sienčnik
Nataša Sienčnik, Fabrik für internationale Utopien, 2024
© Nataša Sienčnik
22.6.2024, 14:00–18:30 Uhr
Platz vor der Kirche, Loosdorf

Im Rahmen der Jubiläumsausstellung RENAISSANCE einst, jetzt & hier auf der Schallaburg befasst sich ein vom Verein Lendhauer kuratierter Kunstparcours von Loosdorf zur Schallaburg mit verschiedenen Aspekten der Zentralperspektive, eines künstlerischen Kernelements dieser Epoche.

Die Renaissance wird als Zeit des Aufbruchs und der Wiederentdeckung – geprägt von Selbstvertrauen und dem Fokus auf das Individuum – verstanden. In der Kunst brachte sie revolutionäre Entwicklungen hervor: Die Zentralperspektive als Raumdarstellung im Bild veränderte den Blick auf die Welt. Ähnlich beeinflusste die zeitgleich aufkommende kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung das Leben der Menschen grundlegend. Die Suche nach neuen Welten erweiterte das Wissen über Botanik, Fauna und andere Kulturen.

Die Zentralperspektive basiert auf wissenschaftlichen Ordnungen, die die Welt als mess- und kategorisierbar darstellen. Diese Auffassung prägte nicht nur das Kunstschaffen, sondern etablierte auch einen »westlichen Blick«. Die Renaissance galt über einen langen Zeitraum als wegweisender Maßstab für Innovation und künstlerische Relevanz, was das hegemoniale, eurozentrische Selbstverständnis festigte, das unsere Perspektive auf die Welt bis heute prägt.

Die künstlerischen Projekte in Loosdorf, Anzendorf und am Fuß der Schallaburg befragen Errungenschaften der Renaissance, betrachten Parallelen zur Gegenwart und deuten mögliche zukünftige Szenarien an. Die Künstlerinnen und Künstler Natalie Deewan, Markus Hiesleitner, Hanno KautzNataša Sienčnik und zweintopf thematisieren Ambivalenzen, Schattenseiten der Rationalisierung und problematisieren die Subjektzentrierung. Die Installationen sollen den Blick weiten, Widersprüche reflektieren und neue Narrative erproben.

Es sprechen:

Thomas Vasku
Bürgermeister Loosdorf

Kurt Farasin
Schallaburg

René Raubal
Kulturverein Loosdorf

Lendhauer
Kuratorisches Team

Georg Strasser
Abgeordneter zum Nationalrat in Vertretung von
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Gemeinsame Wanderung von Loosdorf zur Schallaburg, entlang der Installationen, musikalisch begleitet vom Großmütterchen Hatz Trio (Franziska Hatz, Saša Nikolić und Richie Winkler) und von Teilen des Chor Novacek.

16.30 Uhr, Gasthof Jäger, Anzendorf
Grußworte: Walter Handl, Bürgermeister Schollach

Abschluss
17.30 Uhr, Schallaburg, Neuschloss

Shuttlebus zur Eröffnung ab 15 Teilnehmenden von Wien nach Loosdorf, ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 12.30 Uhr, Rückfahrt: 18.30 Uhr, Parkplatz Schallaburg. Um Anmeldung zur Veranstaltung ggf. mit Reservierung für den Shuttlebus bis Donnerstag, 20. Juni 2024, wird gebeten unter: koernoe@noel.gv.at

Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht werden und zum Zwecke der Öffentlichkeits-arbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.

Mitwirkende

Kuration